15.08.2017
Jeanine Troehler
Marketing/Kommunikation
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Fassaden

Fassadenarten ohne Holz für Holzbauten

Auch wenn sich Kunden für Holzbauten entscheiden, bevorzugen sie manchmal ein anderes Material für die Fassade, zum Beispiel Glas, Hochdrucklaminate, Eternit, Stein oder Putz.

In einem ersten Beitrag erläuterten wir die verschiedenen Holzfassadenarten. Im zweiten Beitrag stellen wir nun weitere Fassadenarten für Holzbauten vor, die nicht aus Holz bestehen:

Glasfassade

Sie sind widerstandsfähig, witterungsbeständig und haben zudem eine schalldämpfende Wirkung. Dank dem Splitterschutz besteht auch keine Gefahr für die Bewohner oder Gäste. Die Investitionskosten sind zwar etwas höher als bei anderen Fassadenarten, dafür ist der Pflegeaufwand gering.

Satiniertes, gestrichenes Fassadenglas

Satiniertes, gestrichenes Fassadenglas

Satiniertes, gestrichenes Fassadenglas

Hochdrucklaminate/Vollkern-Fassadenplatten

Eine sehr effektvolle Methode der Fassadengestaltung sind Platten aus Hochdrucklaminaten. Sie sind sehr witterungsbeständig, lichtecht und praktisch wartungsfrei. Diese «High Pressure Laminates», kurz HPL, sind hart, bruch- und schlagfest. Sie verfügen über eine hohe Biegesteifigkeit und sind langlebig.

Die Platten werden unter Druck und Wärme aus Harzen und Papier hergestellt. Unter der Oberfläche können dekorative Schichten und Dekors eingefärbt werden. Das erlaubt z.B. Firmen, Corporate Identity/Corporate Design-Elemente einzusetzen.

Weisse Vollkern-Fassadenplatten von FlunderMax

Weisse Vollkern-Fassadenplatten von FlunderMax

Weisse Vollkern-Fassadenplatten von FlunderMax

Kunststoffkernplatte FunderMax

Kunststoffkernplatte FunderMax

Kunststoffkernplatte FunderMax

Eternitfassade

Praktisch unverwüstlich sind Fassaden aus Eternit. Während sich früher Eternitplatten in industrieller Einheitlichkeit übten, gibt es sie heute in allen Grössen und Formen. Architekten werden fast grenzenlose Gestaltungsmöglichkeiten geboten.

Eternitfassade

Eternitfassade

Eternitfassade

Steinfassade

Eine ebenso alte Fassadenart wie Holz ist Stein. Investoren schätzen sie wegen ihrer Lichtbeständigkeit, Dauerhaftigkeit und dem sehr geringen Unterhaltsaufwand.

Steinfassade

Steinfassade

Steinfassade

Metallbekleidungen

Für Architekten spannend sind Fassadenmaterialien wie Stahl, Aluminium oder Zink. Hier können sie ihre volle Kreativität ausschöpfen.

Bei dieser Attika-Aufstockung musste die Fassade farblich zum denkmalgeschützten Nachbarhaus passen: Aussen liegt ein gelochtes Aluminiumprofilblech, dahinter eine bunte Fassadenbahn. Je nach Sonneneinstrahlung treten die Farben unterschiedlich in Erscheinung.

Farbige Fassadenbahn mit darüberliegendem gelochtem Aluminiumprofilblech

Farbige Fassadenbahn mit darüberliegendem gelochtem Aluminiumprofilblech

Farbige Fassadenbahn mit darüberliegendem gelochtem Aluminiumprofilblech

Der organische Verputz auf diesem sechsgeschossigen Gebäude wurde weiss gestrichen und darüber eine nicht deckende Farbe mit Schwammeffekt aufgetragen. Das sinusförmige Fassadenprofil ist aus Alublech. Die Oberfläche wurde thermolackiert.

Verputz wechselt mit Fassadenprofil aus Alublech ab.

Verputz wechselt mit Fassadenprofil aus Alublech ab.

Verputz wechselt mit Fassadenprofil aus Alublech ab.

Verputzte Fassade

Die Dämmplatten können auch einfach an die Tragstruktur befestigt und danach verputzt werden. Die verputzte Fassade ist mit mehr Pflegeaufwand verbunden, als andere Fassaden. Sie sollte regelmässig gesäubert und allenfalls neu gestrichen werden, damit sie weiterhin die konstruktiven und dämmenden Elemente schützen kann.

Verputzte Fassade

Verputzte Fassade

Diese Liste ist selbstverständlich nicht abschliessend. Es gibt weitere Materialien, die für Fassaden verwendet werden können. Der Kreativität der Entwurfsarchitekten sind im Rahmen der technischen Machbarkeit und des Budgets keine Grenzen gesetzt.

Serie Fassadenarten

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25.07.2017
Jeanine Troehler
Marketing/Kommunikation
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Fassaden

Fassadenarten: Alles aus Holz

Bei Holzfassaden gehen die Meinungen auseinander: Den einen gefällts, den anderen nicht. Was vielen unbekannt ist: Es gibt unterschiedliche Arten von Holzfassaden - unbehandelte, lasierte, vorverwitterte, druckimprägnierte oder deckend behandelte.

In einem ersten Beitrag erläutern wir die verschiedenen Holzfassadenarten, die wir anbieten. Im zweiten Beitrag stellen wir weitere Fassadenarten für Holzbauten vor, die nicht aus Holz bestehen.

Eine Holzfassade ist auf viele Arten möglich: als Schindeln, als horizontale oder vertikale Schalung, unbehandelt oder deckend behandelt. Erlaubt ist, was Ihnen gefällt und technisch machbar ist. Und selbstverständlich das örtliche Baureglement einhält.

Unbehandelte Holzfassade

Die unbehandelte Holzfassade verändert ihre Farbe durch die natürliche Vergrauung je nach Wetterexposition, indem Lignin abgebaut wird. Diese feine Schicht Patina deckt das gesunde Holz ab. Dabei verändert sich die Farbe des unbehandelten Holzes, je nach Höhenlage, Klima und Ausrichtung der Fassade. Dies kann vom hellen Silbergrau über verschiedene Brauntöne bis zu Schwarz gehen. Nach einigen Jahren stabilisiert sich die Farbe von unbehandelten Holzfassaden.

unbehandelte Lärchenholzfassade

unbehandelte Lärchenholzfassade

Unbehandelte Lärchenholzfassade

Holzfassade aus Zedern

Unbehandelte Holzfassade aus Zedern

Holzfassade aus Zedern

Lasierte Holzfassade

Die Holzstruktur bleibt bei Lasuren erkennbar. Farbveränderungen können damit nur gering verhindert werden, weil die Pigmentmenge der Beschichtung gering ist. Der Anstrich und die Schutzwirkung für das Holz ist bei Lasuren etwas geringer als bei deckend farbig behandelten Holzfassaden. Der grosse Vorteil: Wenn sie fachgerecht aufgebracht werden, schliessen sie eine farbliche Veränderung des Holzes praktisch aus.

Sägerohe, allseitig mit Lasur behandelte Fassade aus nordischer Fichte.

Sägerohe, allseitig mit Lasur behandelte Fassade aus nordischer Fichte.

Sägerohe, allseitig mit Lasur behandelte Fassade aus nordischer Fichte.

Holzfassade mit Verwitterungslasur

Wer eine natürliche, regelmässiger vergraute Holzfassade wünscht, dem empfehlen wir eine sogenannte Verwitterungslasur.  Diese Holzanstriche beinhalten einen verwitterungsaktiven Bestandteil. Er verleiht der Holzoberfläche schon zu Beginn einen grauen Farbton, welcher der natürlichen Verwitterung ähnlich sieht.

Holzfassade mit Vorverwitterungslasur in einem Braunton

Holzfassade mit Vorverwitterungslasur in einem Braunton

Holzfassade mit Vorverwitterungslasur in einem Braunton

Holzfassade mit Vorverwitterungslasur in einem Grauton

Holzfassade mit Vorverwitterungslasur in einem Grauton

Holzfassade mit Vorverwitterungslasur in einem Grauton

Druckimprägnierte Holzfassade

Der grosse Vorteil dieser behandelten Holzfassaden ist der stärkere Holzschutz und die erhöhte Widerstandsfähigkeit. Bei der Druckimprägnierung werden Salze eingebracht, die eine langjährige, wirksame Schutzschicht bis mehrere Millimeter ins Innere bildet.

Dank Farbpasten kann die druckimprägnierte Holzsfassade grünliche, naturgraue oder sattbraune Farbtöne annehmen. Oft werden diese Fassaden zusätzlich mit Holzöl behandelt.

Druckimprägnierte und geölte Weisstanne

Druckimprägnierte und geölte Weisstanne

Druckimprägnierte und geölte Weisstanne

Druckimprägnierte und geölte Weisstanne  /  Fotos: Zeliko Gataric, Zürich

Deckend behandelte Holzfassade

Wenn die Fassade gleichmässig bewahrt werden soll, kann sie deckend behandelt werden. Die deckende Farbschicht schützt das Gebäude durch einen dichten, mässig diffundierenden Film. Vorausgesetzt der Untergrund ist stabil, wird bei dieser Fassadenart eine hohe Dauerhaftigkeit erreicht. Das Erscheinungsbild bleibt auf Dauer konstant.

Deckend behandelte Holzfassade

Deckend behandelte Holzfassade

Deckend behandelte Holzfassade

Holz mit Metallverkleidungen

Fassaden können mit Metall verkleidet werden. Der Vorteil dieser Fassadenart ist: Entwurfsarchitekten können ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Es gibt sehr leichte und trotzdem stabile Metallverkleidungen. Mit grosser Biegesteifigkeit lassen sie sich präzise kanten und bearbeiten.

Sägerhohe, behandelte Holzfassade aus Tannenholz in Kombination mit Alucobond-Plattenolz mit Alucobond-Platten

Sägerhohe, behandelte Holzfassade aus Tannenholz in Kombination mit Alucobond-Platten

Sägerhohe, behandelte Holzfassade aus Tannenholz in Kombination mit Alucobond-Platten

Putz und Holz kombiniert

Selbstverständlich kann eine Holzfassade auch mit einer verputzten Fassade kombiniert werden. In diesem Fall werden die Dämmplatten an der Tragstruktur befestigt und danach verputzt.

Verputzte Fassade mit Holz kombiniert

Verputzte Fassade mit Holz kombiniert.

Serie Fassadenarten

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11.07.2017
Markus Gabriel
Texter
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World Wide Wood: Architektur

Zielturm Rotsee

Über dem Wasserspiegel des Rotsees bei Ebikon schwebt eine kubische Skulptur, die an wenigen Tagen des Jahres einen Zweck erfüllt: als Zielturm für Ruderregatten auf dem «Göttersee».

Ruderzielturm Rotsee geschlossen

Meist ist der Ruderzielturm geschlossen und schwebt als kubische Skulptur über dem «Göttersee».

Ruderzielturm Rotsee geöffnet

Wenn im Juli jeweils die «Lucerne Regatta» ausgetragen wird, öffnet er sich und zeigt, was in ihm steckt.

Genau diese Zweiseitigkeit zeichnet den Holzbau mit seinem wasserfesten Betonsockel und seinem wettersicheren Kiefernholzkleid aus. Mit engem Budgetrahmen und nach klaren Vorgaben des Ruder-Weltverbands FISA in nur sechsmonatiger Bauzeit erstellt, empfängt er freundlich die erhitzten Ruderer am Ziel. Kaum sind die Lautsprecher verstummt, zieht sich der subtil gestapelte Kubus in seine feine Ästhetik zurück und erfreut entspannte Wanderer als kulturelle Erhebung auf der langen Horizontalen des Sees.

Ruderzielturm Rotsee geschlossen

Ruderzielturm Rotsee geöffnet

Das acetylierte Kiefernholz stammt aus nachhaltig beforsteten Wäldern und entwickelt mit der Zeit eine natürliche Patina. Ein Vorgang, den man als gewollte Naturergebenheit interpretieren kann. So gewinnen die sanften Hügel und idyllischen Bäume rund um den «Göttersee», wie die Ruderer ihn gerne nennen, einen von Menschenhand geschaffenen Freund.

Ruderzielturm Rotsee geschlossen

Ruderzielturm Rotsee geöffnet

 

Bauherrschaft 

Naturarena Rotsee

Architektur

Fuhrimann Hächler Architekten ETH BSA SIA AG

Holzbauingenieur

Lauber Ingenieure für Holzbau & Bauwerkserhalt

Holzarbeiten

1a Holzbau Hunkeler, Walter Stalder

Konstruktion im Wasser  

Betonplattform und Betontreppe

Konstruktion Turm

Holzsystembau

Fläche

132 m2

Fassade

Acetyliertes Kiefernholz (eine chemische Holzmodifikation mit Essigsäureanhydrid)

Auszeichnungen

Prix Lignum 2015, Anerkennung Region Zentrum
2015 «best architects 16» award – gold
2013 Wallpaper* Design Award 2014

Fertigstellung

2013

Bauzeit

6 Monate

Investitionsvolumen

1,3 Mio. CHF

Mehr Informationen

Link-Icon ruderzentrumluzern-rotsee.ch

Weitere Beiträge aus derselben Serie

Link-Icon World Wide Wood

Über den Autor

Porträtfoto des Texters Markus Gabriel 

     

Markus Gabriel ist Inhaber und Creative Director bei der Agentur Angelink. Er schreibt seit Jahren Texte für das Renggli-Kundenmagazin «Faktor Raum».