28.04.2017
Jeanine Troehler
Marketing/Kommunikation
Energieeffizienz

Energieautarke Gebäude mit Batteriespeicher und Steuerung

Noah Heynen, CEO von Helion Solar, war selbst beteiligt am ersten energieautarken Mehrfamilienhaus der Schweiz. Obwohl er vom Konzept überzeugt ist, liegt ihm ein anderer Ansatz noch viel mehr am Herzen.

Experten aus der Elektromobilität, Stromerzeugung, Speicher- und Gebäudetechnik geben Einblick in den aktuellen Stand der Technik. In mehreren Beiträgen äussern sich die Referenten zu ihrer Sicht der Dinge. Hintergrund war unser Fachevent «Strom – vom Dach in den Tank» vom 6. April 2017 in Schötz.

Noah Heynen, CEO Helion Solar

Noah Heynen, CEO Helion Solar

Noah Heynen erläuterte Konzepte, wie heute und künftig Batteriespeicher und ein gute Steuerung ein energieautarkes Mehrfamilienhaus bedienen. Er beschäftigt sich seit Jahren mit dem Thema Photovoltaik und Stromspeicherung.

Intelligenter Stromverbrauch und smarte Speicherlösungen

Seine zwei Ansätze teilen sich in die Gebiete Stromverbrauch und -speicherung:

1. Stromverbrauch intelligent steuern mit...

a) ... Warmwasser aus Solarstrom: Hier ist die Kombination mit einem bestehenden Boiler oder einem neuen Wärmepumpen-Boiler möglich. Diese Variante ist wesentlich günstiger als Warmwasser aus Solarthermie. So kann mehr des selbst produzierten Stroms genutzt werden.

b) ... Heizen mit Solarstrom: Bei diesem Ansatz ist eine Kombination mit der Wärmepumpe oder einer Holzheizung ideal.

2. Strom speichern mit

a) ... dem E-Mobility Lösungsansatz: Mit Solarstrom können Elektroautos wirklich CO2-frei fahren. Das E-Mobil lädt sich mit dieser Lösung wann immer möglich automatisch mit dem eigenen Strom auf.

b) ... einer Speicherlösung: Auf dem aktuellen Markt gibt es Speichergrössen von 2 bis 16 kWh. Es handelt sich dabei um Grossspeicheranlagen, Brennstoffzellen, Wärmetanks oder Boiler.

Am Beispiel des ersten energieautarken Mehrfamilienhauses der Schweiz in Brütten hat Noah Heynen die verschiedenen Möglichkeiten aufgezeigt. Seine Hauptbotschaft: Es funktioniert! Allerdings findet er, dass das energieautarke Haus nicht zwingend die eine Lösung ist. Viel wichtiger ist die bessere, intelligentere Vernetzung von Stromproduzent und den privaten «Prosumern» (Producer von eigenem Strom und Consumer von Netzstrom).

Was sollen die Zuhörer mitnehmen?

Noah Heynen hat in einem Video zusammengefasst, was er seinen Zuhörern mit auf den Weg geben möchte:

  1. Der Strom aus der PV-Anlage ist günstiger als der Strom aus der Steckdose. Damit können Konsumenten etwas Gutes tun für Umwelt und Portemonnaie und sind unabhängig.
  2. Die neuen Speichermöglichkeiten und die Konnektivität sind unbegrenzt. Es kommt sehr viel Spannendes auf uns zu.
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